Anhang A. Häufig gestellte Fragen

A.1. Dateneingabe
A.1.1. Ich habe über die "Windows-Zeichentabelle" ein Zeichen in einen Datensatz eingefügt, dargestellt wird jedoch ein ganz anderers.
A.2. Index
A.2.1. Nach dem "Aufräumen" von Stammsätzen sind Objektsätze unter falschen Einträgen im Register 1. Was tun?
A.2.2. Bei Korrekturen von Stammsätzen kommt es immer wieder zu doppelten Einträgen im Index. Was tun?
A.2.3. Nach einer Indexierung fehlen die meisten Register, nur in den Registern 10 und 11 sind Einträge unter den Identnummern, im Register 1 gibt es u.U. Einträge mit "//".
A.2.4. Nach einer Reindexierung sehe ich nicht die erwarteten Schlüssel.
A.3. Datenexporte
A.3.1. Wie exportiere ich meine Daten "als XML"?
A.3.2. Wie exportiere ich meine Daten als MAB2 für die ZKA (Kalliope)?
A.3.3. Wie exportiere ich meine Daten als KalliopeXML für die ZKA (Kalliope)?
A.3.4. Wie exportiere ich nur meine Nachlass-Gesamtaufnahmen für die Fortscheibung des "Denecke-Brandis" an Kalliope?
A.3.5. Wie muss ich vorgehen, um folgendes zu erreichen: Aus der meiner HANS-Datenbank soll per Selektion übers Register eine Ergebnismenge von Objekten gebildet und mit dieser eine neue Teildatenbank aufgebaut werden, die die ausgewählten Objektsätze, alle mit ihnen verknüpften Objekt- und Stammsätze und alle Systemdatensätze enthält.

Anmerkung. Diese Liste behandelt Fragen, die Anwenderinnen oder Anwender gestellt haben. Thematisch sind diese daher nicht unbedingt dem "Benutzerhandbuch" zuzuordnen, sondern u.U. auch anderen Teilen der HANS-Dokumentation.

A.1. Dateneingabe

A.1.1. Ich habe über die "Windows-Zeichentabelle" ein Zeichen in einen Datensatz eingefügt, dargestellt wird jedoch ein ganz anderers.

A.1.1.

Ich habe über die "Windows-Zeichentabelle" ein Zeichen in einen Datensatz eingefügt, dargestellt wird jedoch ein ganz anderers.

Sind auf dem konkreten Rechner die allegro-Schriften installiert?

Die allegro-Schriften sind nicht Unicode-codiert und daher nicht vollständig kompatibel mit den anderen im System installierten Schriften. Arbeit mit der Windows-Zeichentabelle funktioniert nur dann, wenn Sie darin als Schriftart einen der allegro-Fonts (etwa allegro Arial) ausgewählt und (ggfls. erst "erweiterte Einstellungen" ankreuzen) als Zeichensatz "Windows: Mitteleuropa" eingestellt haben.

A.2. Index

A.2.1. Nach dem "Aufräumen" von Stammsätzen sind Objektsätze unter falschen Einträgen im Register 1. Was tun?
A.2.2. Bei Korrekturen von Stammsätzen kommt es immer wieder zu doppelten Einträgen im Index. Was tun?
A.2.3. Nach einer Indexierung fehlen die meisten Register, nur in den Registern 10 und 11 sind Einträge unter den Identnummern, im Register 1 gibt es u.U. Einträge mit "//".
A.2.4. Nach einer Reindexierung sehe ich nicht die erwarteten Schlüssel.

A.2.1.

Nach dem "Aufräumen" von Stammsätzen sind Objektsätze unter falschen Einträgen im Register 1. Was tun?

Das Problem tritt fast zwangsläufig dann auf, wenn verschiedene Stammsätze (zwischenzeitlich) identische Ansetzungsschlüssel gebildet haben (bzw. der Ansetzungsschlüssel des einen identisch dem Anfang des anderen war). Es tritt vermeidbar(!) dann auf, wenn versucht wird, durch "Überschreiben" aller Kategorien eine Stammsatzdublette zu "recyclen" (auch wenn Sie etwas ganz neues beschreiben wollen, für das System ist es stets eine "Ansetzungsänderung").

Abhilfe / Reparatur nur durch Reindexieren.

(Detaillierte Erläuterung siehe nächste Frage)

A.2.2.

Bei Korrekturen von Stammsätzen kommt es immer wieder zu doppelten Einträgen im Index. Was tun?

Reindexieren!

Erläuterung: Im Index als solchen sind per Verknüpfung gebildete Schlüssel (etwa die Personeneinträge aus Objektsätzen) nicht selbst verknüpft mit dem Schlüssel aus dem Stammsatz. Ändert sich letzterer, würden die Einträge der Objektsätze daher bis zur nächsten Indexierung auf dem alten Stand bleiben. Allegro bietet zur Abhilfe die sogenannte Pseudoschlüssel-Methode: Der Stammsatz definiert Schlüssel (diese stehen nicht im Index, daher sind sie "pseudo"), die bei Ansetzungsänderungen im Register automatisch "umziehen" sollen. Diese Heuristik ist jedoch u.a. nicht in der Lage, diejenigen Schlüssel zu erkennen, die vom Stammsatz selbst gebildet werden. Daher passiert folgendes:

  1. Der alte Ansetzungseintrag des Stammsatzes wird im Index mittels Pseudoschlüssel-Mechanismus auf eine andere Form verschoben

  2. Der alte Ansetzungseintrag kann nicht aus dem Register geloescht werden, weil er bei 1. verschoben wurde

  3. Der neue Ansetzungseintrag wird ins Register gestellt.

Wenn nun alte und neue Ansetzung inklusive der individualisierenden Angaben im Register unterschiedliche Zeichenzahl haben, stimmen die unter 1. und 3. gebildeten Schlüssel (unter der HANS-Indexierung) nicht ueberein, sie differieren nämlich um die Ausrückungsposition der Übernahme-Identnummer: Diese wird bei neuen Schlüsseln auf eine feste Position gesetzt, bei aufgrund des Pseudoschlüssel-Mechanismus veränderten Schlüsseln jedoch verschiebt sich diese Position entsprechend der Verlängerung oder Verkürzung des eigentlichen Indexeintrags.

Bei der Reindexierung bilden alle Datensätze genau jene Schlüssel, die aus den konkreten Verknüpfungen errechnet werden, die "Unfälle", die durch Versagen der Heuristik entstanden sind, bleiben nicht erhalten.

Bei Einsatz der Generierungsoption noFixTabkrz wird die Indexierung so abgewandelt, daß der Übernahmeschlüssel mit einer konstanten Anzahl Spatien auf die Ansetzung folgt, so daß das oben geschilderte Problem nicht mehr auftritt. Unter a99 wird (Stichwort "Registermaskerade") der Übernahmeschlüssel dennoch rechts ausgerückt präsentiert, bei den DOS-Programmen gibt es diese Korrekturmöglichkeit nicht, der Index wird unübersichtlicher (im WWW-OPAC werden Übernahmekürzel stets abgeschnitten)

A.2.3.

Nach einer Indexierung fehlen die meisten Register, nur in den Registern 10 und 11 sind Einträge unter den Identnummern, im Register 1 gibt es u.U. Einträge mit "//".

Die beobachteten Schlüssel werden in der "ersten Phase" der Indexierung gebildet, erst danach werden alle anderen Schlüssel ausgerechnet. Ursachen können sein:

  • Die Indexierung in der zweiten Phase ist gecrasht (Indiz: Im Datenverzeichnis existieren Dateien II1, ... II10, ...)

  • Während der zweiten Phase hat jemand die Benutzung der Datenbank begonnen (Indiz: Keine Dateien II..., jedoch eine Datei NEWINX, vgl. auch die nächste Frage)

Abhilfe: Sicherstellen, dass niemand die Datenbank im Zugriff hat, vorsichtig neu Indexieren, dabei auf Fehlermeldungen achten.

A.2.4.

Nach einer Reindexierung sehe ich nicht die erwarteten Schlüssel.

Nach einer Reindexierung ist eine Datei "NEWINX" im Datenverzeichnis zurückgeblieben.

Dies ist ein Indiz dafür, daß die Indexierung nicht abgeschlossen werden konnte, als als letzte Aktion der neue Index NEWINX in die eigentliche Indexdatei xyz.HDX umbenannt werden sollte. Bitte stellen Sie sicher, daß wirklich niemand die Datenbank (lesend oder schreibend) im Zugriff hat und wiederholen Sie die Indexierung.

A.3. Datenexporte

A.3.1. Wie exportiere ich meine Daten "als XML"?
A.3.2. Wie exportiere ich meine Daten als MAB2 für die ZKA (Kalliope)?
A.3.3. Wie exportiere ich meine Daten als KalliopeXML für die ZKA (Kalliope)?
A.3.4. Wie exportiere ich nur meine Nachlass-Gesamtaufnahmen für die Fortscheibung des "Denecke-Brandis" an Kalliope?
A.3.5. Wie muss ich vorgehen, um folgendes zu erreichen: Aus der meiner HANS-Datenbank soll per Selektion übers Register eine Ergebnismenge von Objekten gebildet und mit dieser eine neue Teildatenbank aufgebaut werden, die die ausgewählten Objektsätze, alle mit ihnen verknüpften Objekt- und Stammsätze und alle Systemdatensätze enthält.

A.3.1.

Wie exportiere ich meine Daten "als XML"?

Die Frage ist u.U. nicht optimal fomuliert, weil "XML" nur die Syntax des Exports festlegt, nicht aber das konkrete Datenformat (z.B. KalliopeXML).

HANSXML ist eine 1:1-Transformation des HANS-Internformats als XML und kann daher bevorzugt als "verlustfreier" Export für weitere Verarbeitungen genutzt werden (tatsächlich benutzt der Export nach KalliopeXML das Format HANSXML als Zwischenstufe).

HANSXML wird erzeugt, indem man HANS-Daten mit der Parameterdatei e-hnsxml.hpr exportiert. Unter a99 gibt es im Menue Exporte / Komfortmethoden einen eigenen Punkt "XML-Ausgabe" hierfür.

A.3.2.

Wie exportiere ich meine Daten als MAB2 für die ZKA (Kalliope)?

In der einfachsten Form (Export der kompletten Datenbank) sieht der Aufruf (aus der DOS-Arbeitsumgebung) so aus:

%-P%\mabtrack -ZKA -SG Sigel

Dabei ist Sigel Ihr Bibliothekssigel. Es entstehen drei Dateien hanstit.dat, hansper.dat und hanskor.dat mit den Titelaufnahmen bzw. Personen- und Körperschaftsstammsätzen.

Siehe auch die Dokumentation zu mabtrack.

A.3.3.

Wie exportiere ich meine Daten als KalliopeXML für die ZKA (Kalliope)?

In der einfachsten Form (Export der kompletten Datenbank) sieht der Aufruf (aus der DOS-Arbeitsumgebung) so aus:

%-P%\kpetrack -SG Sigel

Dabei ist Sigel Ihr Bibliothekssigel. Voraussetzung ist allerdings, dass in der Datei config\wir.xml eine Körperschaftsaufnahme im GKD-Stil zu Ihnen als Lieferinstitution hinterlegt ist. Es entsteht eine Datei hans_kalliope_a.xml mit dem Datenabzug im Kalliope-XML-Format.

Siehe auch die Dokumentation zu kpetrack.

A.3.4.

Wie exportiere ich nur meine Nachlass-Gesamtaufnahmen für die Fortscheibung des "Denecke-Brandis" an Kalliope?

Das ist nicht ganz trivial, weil Unteraufnahmen zu Aufnahmen vom Typ "n" in HANS nicht unbedingt selbst auch diesen Typ haben, für die Bestandsübersicht in Kalliope jedoch mitgeliefert werden sollten.

A.3.5.

Wie muss ich vorgehen, um folgendes zu erreichen: Aus der meiner HANS-Datenbank soll per Selektion übers Register eine Ergebnismenge von Objekten gebildet und mit dieser eine neue Teildatenbank aufgebaut werden, die die ausgewählten Objektsätze, alle mit ihnen verknüpften Objekt- und Stammsätze und alle Systemdatensätze enthält.

  1. Zunächst muss die Ergebnismenge als Datei vorliegen, d.h. Sie müssen sie im Internformat (d.h. etwa mit Parametern i-1.hpr) exportieren. etwa in eine Datei myselekt.hlg im Arbeitsverzeichnis

  2. Sie öffnen wie ueblich eine DOS-Box, wechseln ins HANS-Installationsverzeichnis, geben inihans (oder öffnen eine DOS-Box, wechseln nicht ins HANS-Verzeichnis, sondern tippen den vollen "Pfad\inihans --docd" ein, oder Sie starten vom Cockpit aus eine "MS-DOS-Exkursion", ...)

    Jedenfalls befinden Sie sich anschliessend im Arbeitsverzeichnis (typischerweise c:\hansw2k) und die HANS-typischen Umgebungsvariablen sind gesetzt, insbesondere %-d% und %-b% für Pfad und Namen Ihrer (Haupt-)Datenbank, die im folgenden als Referenzdatenbank genutzt wird.

  3. Sie denken sich Namen und Verzeichnis für die daraus aufzubauende Datenbank aus, etwa "exp" im Unterverzeichnis "tempdb" des (=Ihres) Arbeitsverzeichnisses.

  4. Der Aufruf

    %-P%\hlg2db --track %-d%\%-b% myselekt.hlg exp tempdb -n 100

    löst nun folgendes aus:

    1. es wird rückgefragt, ob das Verzeichnis tempdb gelöscht werden soll

    2. Die Datei mit den Systemsätzen wird aus der über %-d% und %-b% eingestellten Datenbank (das ist in diesem Beispiel auch die Referenzdatenbank) kopiert und mit speziell auf Geschwindigkeit optimierten Parametern daraus eine neue Datenbank aufgebaut (wenn keine Kopiervorlage gefunden werden konnte werden die generischen .dat und .lyo-Dateien aus dem Programmverzeichnis importiert und zum Neuaufbau der Datenbank genutzt)

    3. Ihre Exportdatei myselekt.hlg wird mit Dateinummer 100 dazuindexiert

    4. eine 20-stufige Track-Kaskade mit Ihrer Datenbank als Referenzdatenbank wird auf diese Temporärdatenbank losgelassen, als Resultat gibt es also weitere Dateien exp_99.hld, exp_98.hld, ... bis evtl. herunter zu exp_80.hld. "was immer noch fehlt ist in missing.hlg"

    5. Die Datenbank wird mit echten Indexparametern (aus den allgemeinen Vorgaben in %-P%\dat, die evtl. anders angepasst sind als die der Referenzdatenbank) frisch durchindexiert.

    Sie haben nun eine Datenbank exp im Verzeichnis (C:\hansw2k\)tempdb, die Ihre ursprüngliche Selektion als exp_100.hld enthält, die nachgezogenen Sätze 1. Stufe (für eher bibliothekarisch orientierte Exporte ausreichend) in exp_99.hld etc.

  5. Will man diese Datenbank benutzbar (wofür? durch was?) machen, braucht man noch .ini-Dateien, Desktop-Verknuepfungen und/oder die Zusatzparameter fuer den WWW-OPAC, ggfls. auch angepasste Parameterdateien. Ich bin nicht unbedingt dafür, in diese Richtung weiterzudenken, es ist (bei aller Automatisierung) zumindest fuer regelmässige Aktionen zu aufwendig, Datenbank-Auskopplungen herzustellen und durch die Gegend zu transportieren, meist gibt es bessere Strategien durch in den OPAC eingebaute Filter...

Siehe auch die Dokumentation zu hlg2db.